Grüner Tee-ein Heilmittel gegen Krebs?

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In Japan ist die Strahlungsbelastung aufgrund der Nuklearunfälle von Fukushima sehr hoch, aber dennoch erkranken verhältnismäßig wenige Menschen an Krebs.
Der mögliche Grund dafür: Grüner Tee-dieser ist in Japan weit verbreitet.

Dieser Tee enthält Epigallocatechin-3-Gallat (EGCG), das vermutlich, wie in Tier- und Laborversuchen gezeigt, gegen die Tumorbildung bei Krebs und Erkrankungen wie Amyloidose wirken soll.

Ein wichtiger Mechanismus des EGCG ist die Reaktivierung ausgeschalteter Gene, die die Information für Stoffe enthalten, die unter anderem das Wachstum von Krebszellen einschränken.

EGCG ist ein sekundärer Pflanzenstoff, also ein Stoff, den die Pflanze nicht für den Energiestoffwechsel benötigt und der nur in geringen Konzentrationen vorkommt.

Zwar sind einige sekundäre Pflanzenstoffe giftig, wie zum Beispiel Nicotin und Atropin, aber andere verfügen über positive pharmakologische Wirkungen, wie die Senkung des Blutdrucks, Hemmung von Entzündungen oder eben die Bekämpfung von Bakterien und Tumorzellen.

Solche sekundären Pflanzenstoffe findet man unter anderem in Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten, Nüssen, Vollkornprodukten oder Sauerkraut.

Zu dem Thema „Sekundäre Pflanzenstoffe“ bleiben in der Forschung noch viele Fragen offen. Sie könnten eine gezielte Veränderung der Genaktivität und somit sogar der äußerlich sichtbaren Merkmale durch Ernährung möglich machen.
Das Schicksal des Menschen ist also nicht nur von seinen Genen abhängig, sondern kann in gewissem Maße durch äußere Faktoren, wie die Ernährung beeinflusst werden.

 

Bildquellen: https://www.lebensmittellexikon.de/bilder/gruener-tee.jpg

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