„Big Bird“ – Die Wahrheit über die Geflügelzucht

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Geflügelfleisch ist ein Nahrungsmittel, dessen Nachfrage immer weiter steigt und das auch in Zukunft von großer Bedeutung sein wird.
Im Jahr 2018 nahm jeder Deutsche im Schnitt 12 kg Geflügelfleisch zu sich und bis zum Jahr 2050 soll sich die Zahl verdoppeln.

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Um etwas mehr zu diesem Thema zu erfahren, haben wir uns Episode 4 (Big Bird) der Dokumentationsserie „Verdorben“ (Originaltitel: „Rotten“) angesehen, die die Geflügelindustrie kritisch betrachtet darstellt.

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Damit wir in Supermärkten billig Geflügelfleisch kaufen können, werden Hühner in Massentierhaltung aufgezogen.

Schon einen Tag nach dem Schlüpfen kommen die Küken zum Mäster, wo sie innerhalb von sechs Wochen ihr Schlachtgewicht erreichen. Pro Tag nehmen die Hühner um etwa 55 Gramm zu. Aufgrund dieses schnellen Wachstums können sie oftmals kaum laufen. Desweiteren wird eine sehr große Anzahl von Hühnern in einer Masthalle gehalten und sie sehen nie das Tageslicht, denn dies würde die Hühner anregen, aktiv zu sein. Das Fleisch würde dadurch zäh werden.

Außerdem stehen die Mäster in der Geflügelzucht untereinander in sehr großer Konkurrenz, müssen extrem hohe Ausgaben leisten und machen kaum Gewinn.
Vorfälle, die diese extreme Konkurrenz verdeutlichen sind die Massenhühnermorde in den USA im Jahr 2015, die über 1,7 Millionen Dollar Schäden verursacht haben.
Der Verantwortliche für die Hühnermorde ist höchstwahrscheinlich ein Mäster, dessen Vertrag vom Geflügelkonzern gekündigt wurde und der aus Rache in den Masthallen seiner konkurrierenden Mäster die Temperatur so stark verändert hat, dass die Hühner erstickt und die Küken erfroren sind.

Von dem Geld, das wir für Geflügelfleisch bezahlen, erhalten die Mäster nur einen sehr geringen Anteil. Aus einem zerlegten Huhn, welches in einem Supermarkt in den USA sieben Dollar kostet, macht der Mäster nur 36 Cent Gewinn.
Während die großen Geflügelkonzerne also immer weiter wachsen, kommen die Mäster gerade so über die Runden.

Folglich entscheiden sich einige Landwirte für alternative Vorgehensweisen, die rentabel sind und den Hühnern ein besseres Leben ermöglichen.

Sie züchten Masthühner in einem viel kleineren Umfang. Zwar wachsen die Hühner dort auch sehr schnell und leben genauso kurz wie die Hühner der Massentierhaltung, allerdings ist ihre Lebensqualität um ein Vielfaches besser.
Die ersten 17 Tage verbringen die Küken im Brutraum, dann dürfen sie ins Freie. Allerdings sind diese Hühnchen dreimal so teuer wie Hühnchen aus Massentierhaltung.

Um die Massentierhaltung in der Geflügelindustrie nicht zu unterstützen, sollten wir den Kauf von Billiggeflügel unterlassen, egal ob es sich um importiertes oder nicht importiertes Billigfleisch handelt. Somit sollten wir den Preis in Kauf nehmen und regionales oder Bio-Fleisch kaufen, um den Hühnern ein besseres Leben zu ermöglichen.

Desweiteren sollten wir Fast-Food-Ketten wie McDonalds, Subway oder Burger King meiden, da diese Fleisch aus Massentierhaltung verwenden.

Stattdessen sollten wir auf bessere Alternativen zugreifen, die ihr Fleisch nicht aus der Massentierhaltung beziehen, wie beispielsweise „The Burger Lab“ in Hamburg.

Wir können uns gut vorstellen, dass es in Zukunft mehr Alternativen zu Billig-Fast-Food-Ketten wie McDonalds geben wird.

 

Quelle:

„Verdorben“. Staffel 1, Folge 4. A Netflix Original Documentary Series. USA, 2018

 

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